Serienbankräuber mit Bildern gesucht
Ein bisher unbekannter Täter hat seit dem 29.11.2005 mindestens 13 bewaffnete Raubüberfälle in Bremen, Niedersachen, Hessen, Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen verübt. Die letzte Tat wurde am 20.03.2010 in Koblenz bekannt.
Der Räuber ist bei allen seiner Taten ähnlich vorgegangen. Er betritt die Filiale und stellt sich in die Kundenreihe an den Auszahlungsschalter. Dort legt er einen Zettel mit seinen Forderungen vor. Er droht darin an, ohne Vorwarnung zu schießen, sobald Alarm ausgelöst wird und verlangt, Geld herauszugeben. In den meisten Fällen unterstreicht der Täter seine Drohung, indem er zusätzlich eine Pistole oder einen Revolver vorzeigt.
Da alle Tatorte in den Innenstädten und in unmittelbarer Nähe von Hauptbahnhöfen liegen, ist davon auszugehen, dass der Täter diese mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht und auch zur Flucht nutzt.
Er war fast ausschließlich mit dunkler Kleidung und schwarzen Baseballkappen bekleidet.
Bei einigen Überfällen trug er ein schwarzes Polo-Shirt mit drei weißen Knöpfen und dem Aufdruck "Titleist" auf der linken Brust. Das Kleidungsstück wird nach vorliegenden Erkenntnissen überwiegend im Golfsport getragen.
Der Täter war bei einigen Überfällen mit einer roten sowie beigefarbenen Jacke bekleidet und entledigte sich dieser in Tatortnähe. Es wird davon ausgegangen, dass er in Nürnberg, Hamburg und Berlin intensivere Kontakte dürfte.
Ermittlungen ergaben, dass er die Jacken auch in Berlin gekauft haben kann.
Die Kriminalpolizei fragt:
Der Täter ist zwischen 40 und 50 Jahre alt, etwa 180 - 190 cm groß, von kräftiger Gestalt und wirkt gepflegt.
Wer kennt den auf den Fotos abgebildeten Mann und kann Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen?
Wo und durch wen sind die beschriebenen Jacken erworben worden?
Hinweise nimmt das Landeskriminalamt Berlin - LKA 441, Tempelhofer Damm 12 in 12101 Berlin unter der Rufnummer 030/4664-94 41 13 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.
12.08.2010
Raubmord in Neukölln - Mordkommission bittet um Mithilfe
Wie gestern berichtet, fanden am Abend des 11.08.2010 Angehörige die 83-jährige Helena Lip tot in ihrer Wohnung in der Hugo-Heimann-Straße. Nach bisherigen Ermittlungen ist die Seniorin gewaltsam getötet worden. Weiterhin wurden Gegenstände aus der Wohnung der Frau entwendet.
Frau Lip gehörte der Religionsgemeinschaft Zeugen Jehovas an und stand täglich von Montag bis Sonnabend am U-Bahnhof Lipschitzallee und verteilte dort eine Religionszeitschrift und suchte das Gespräch mit den Passanten.
Zuletzt wurde sie am Sonnabend, dem 07.08.2010, gegen 13:00 Uhr, am U-Bahnhof gesehen.
Die 1. Mordkommission fragt:
- Wer hat Frau Lipp am Sonnabend, dem 07.08.2010, noch gesehen?
- Wer kannte Frau Lip und kann Angaben zu ihr und ihrem Bekanntenkreis machen?
Hinweise nimmt das LKA 111, 1. Mordkommission, unter 030/4664 - 91 11 01 oder jede Polizeidienststelle entgegen.
11.08.2010
Fahndung: Täter hoben mit gestohlener EC-Karte Geld ab Wittingen, Bromer Straße, Geldautomat der Sparkasse Berlin, Streustraße 67/68, Geldautomat der Sparkasse
03.06.2010, 17:50 Uhr und 23:27 Uhr
Mittels einer zuvor entwendeten EC-Karte hoben bislang unbekannte Täter am 03. Juni von einem Geldautomaten in Wittingen 1.500 € ab. Ein weiterer Versuch in Berlin schlug fehl, dort wurde die Karte einbehalten.
Der oder die Unbekannten waren zuvor in der Bromer Straße in Wittingen in ein Wohnhaus eingestiegen. Dort hatten sie, obwohl die Bewohner sich im Garten aufhielten, aus den Räumlichkeiten Bargeld, Schmuck und auch EC-Karten entwendet. Die Tat ereignete sich ebenfalls am 03. Juni, in der Zeit von 17:00 Uhr bis 17:45 Uhr. Nur wenige Minuten später hoben die Unbekannten an einem Geldautomaten in einer Sparkasse mit einer der EC-Karten 1.500 Euro ab. Dabei wurden sie von der Überwachungskamera gefilmt.
Gegen 23:30 Uhr versuchten die dreisten Diebe erneut, diesmal an einem Geldautomaten einer Sparkasse in Berlin, an Geld zu gelangen. Dieser Versuch schlug jedoch fehl, die bereits gesperrte Karte wurde vom Automaten einbehalten. Die von der Überwachungskamera gefertigten Bilder sind nun mittels eines Beschlusses des Amtsgerichtes Hildesheim für eine Öffentlichkeitsfahndung freigegeben. Die Polizei fragt deshalb: Wer erkennt die Männer wieder oder kann sonstige Angaben zu den gezeigten
Personen machen?
Auch sachdienliche Hinweise hofft die Polizei in Wittingen, Telefon: 05831/25288-0
11.08.2010
Ärzte müssen im Zweifelsfall beweisen können, dass sie Patienten..
über Behandlungsalternativen mit vergleichbaren Erfolgsaussichten aber unterschiedlichen Risiken aufgeklärt haben. Können sie das nicht, liegt keine gültige Einwilligung der Patienten in einen medizinischen Eingriff vor. Damit kommt grundsätzlich die Haftung der Ärzte für den Eingriff und seine Folgen in Betracht..., weiter...(informiert das Medizinrechts-Beratungsnetz)
09.08.2010
Arbeitsstau und Richtermangel am Berliner Landgericht
Auf einen entsprechenden 'Brandbrief' des Berliner Richterbundes und einen Beitrag des Tagesspiegels zu offenen Stellen und Arbeitsstau am Berliner Landgericht vom 9. August 2010 hat die Pressestelle der Berliner Zivilgerichte am Kammergericht am selben Tag folgende Erklärung abgegeben...
04.08.2010, Steglitz- Zehlendorf
Suche nach Baby fortgesetzt - Wer kennt den Kinderwagen? Erneut haben Polizisten einer Einsatzhundertschaft heute Nachmittag den Steglitzer Stadtpark nach einem Baby durchsucht. Taucher unterstützten bei der Suche, die gegen 18 Uhr abgebrochen wurde, in den Teichen des Stadtparks, während Spürhunde das Buschwerk durchkämmten.
Neue Hinweise erhoffen sich die Ermittler der Vermisstenstelle beim Landeskriminalamt nun mit der Veröffentlichung eines Fotos von dem Kinderwagen, der vergangene Nacht von einem Spaziergänger in der Parkanlage nahe der Albrechtstraße gefunden worden war.
Die Polizei fragt:
- Wem ist am Abend/ in den Nachtstunden vom Dienstag, den 03.08. der abgebildete Kinderwagen in der Umgebung des Stadtparks Steglitz aufgefallen?
- Wer kennt diesen Kinderwagen bzw. weiß, wer ihn im Besitz hatte?
Hinweise, die ggf. auch vertraulich behandelt werden können, nehmen die Vermisstenstelle des Landeskriminalamtes unter der Telefonnummer (030) 4664 – 912 555 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Sa., 17.07.2010
Spielcasino überfallen – Täter mit Bildern gesucht Mit der Veröffentlichung von Bildern aus einer Überwachungskamera erhofft sich die Berliner Polizei Hinweise aus der Bevölkerung zu einem Raubüberfall auf ein Spielcasino in Mariendorf.
Am Donnerstag, den 17. Juni 2010 überfielen zwei Unbekannte eine Spielhalle am Mariendorfer Damm. Einer der Täter betrat gegen 23 Uhr 30 das Spielcasino und zwang den 36-jährigen Angestellten mit einer Schusswaffe zur Herausgabe von Bargeld. Anschließend flüchteten die Unbekannten in Richtung Eisenacher Straße. Der 36-Jährige blieb bei dem Überfall unverletzt.
Der Haupttäter wird wie folgt beschrieben:
ca. 22 Jahre alt
170 bis 180 cm groß
Schlanke Statur
Dunkle Bartstoppeln
Bekleidet mit einer weißen Jacke, hellem T-Shirt mit Sternenmuster im Brustbereich, blauer Jeans und schwarzem Basecap
Sein Komplize wird ähnlich beschrieben, hatte eine dünne Statur und trug auf dem Kopf ein Tuch das am Ende verknotet war.
Die Kriminalpolizei fragt:
Wer kennt die abgebildete Person oder kann Angaben über deren Aufenthaltsort machen?
Wer kann sonst sachdienliche Angaben machen?
Hinweise nehmen das 1. Raubkommissariat des Landeskriminalamts in 12101 Berlin, Tempelhofer Damm 12 unter der Rufnummer 4664-944113 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Mi., 27.07.2010
Finanzvorstand der BSR muss sich nicht vor Gericht verantworten Es wird kein Verfahren gegen den Finanzvorstand der BSR Dr. Lothar K. und einen weiteren Mitbeschuldigten in Sachen Bestechung und Verrat von Dienstgeheimnissen geben. Lothar K. wurde von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, im Zusammenhang mit der Ausschreibung der Erneuerung der Restmüllverbrennungsanlage Ruhleben einen Lobbyisten mit internen Informationen versorgt zu haben, um diesem eine Erfolgsprovision zu ermöglichen. Der Mitbeschuldigte soll dem Finanzvorstand Dr. Lothar K. eine Beteiligung von 600.000,-- Euro in Aussicht gestellt haben.
Die zuständige Wirtschaftsstrafkammer des Berliner Landgerichts folgte jedoch nicht der Argumentationen der Staatsanwaltschaft. Sie hielt eine Verurteilung der Angeschuldigten trotz erheblicher Verdachtsmomente nicht für wahrscheinlich. Info...
Di., 26.07.2010
Ex-Hertha-Spieler Kevin Prince Boateng rechtskräftig verurteilt Das gegen den Ex-Hertha-Spieler Kevin Prince Boateng(jetzt Ports-mouth, GB) angestrengte Verfahren wegen Sachbeschädigung wird morgen, den 28.7.2010, doch nicht stattfinden. Der Berliner Fußballer hat seinen Einspruch gegen den Strafbefehl vom 18. Januar 2010 zurückgenommen und ist damit rechtskräftig wegen Sachbeschädigung in dreizehn Fällen zu einer Geldstrafe in Höhe von 80 Tagessätzen zu je 700 Euro (insgesamt 56.000 Euro) verurteilt.
Kevin Prince Boateng hatte, so die Anklage, gemeinsam mit seinem damaligen Kollegen Patrick Ebert in der Nacht des 18. März 2009 Außenspiegel von mehreren Autos abgetreten. b.k.
Di., 26.07.2010
Christopher LANGE getötet - Wer kann Hinweise geben? Mit der Veröffentlichung eines Bildes erhofft sich die Mordkommission Hinweise, die zur Aufklärung eines Tötungsdeliktes in Pankow führen können.
Am Sonntag, den 25. Juli 2010, wurde gegen 18 Uhr in der Blankenfelder Hauptstraße 162 vor der Kleingartenanlage "An den Teichen" der 33-jährige Christopher LANGE durch bisher unbekannte Täter getötet.
Ersten Ermittlungen zufolge hielt er sich zuvor bis zirka 17 Uhr 30 im Mauerpark in Prenzlauer Berg auf und verließ diesen allein in Richtung Danziger Straße. In diesem Bereich dürfte er in einen Pkw eingestiegen sein, bei dem es sich um einen dunklen "5er BMW" älteren Baujahres gehandelt haben könnte.
Die Kriminalpolizei fragt:
- Wer hat das abgebildete Opfer im Mauerpark und näherer Umgebung gesehen?
- Wer hat im Ortsteil Blankenfelde an besagtem Tag zwischen 18 und 19 Uhr einen dunklen "BMW" wahrgenommen?
Hinweise nehmen die 4. Mordkommission beim Landeskriminalamt in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664- 911 401 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Di., 26.07.2010
Mädchen springt aus Fenster - Belohnung für Hinweise ausgelobt Die Kriminalpolizei sucht Zeugen zu einem Vorfall in Wilmersdorf, bei dem ein Mädchen aus Angst vor Einbrechern aus dem Fenster gesprungen war und sich schwere Verletzungen zugezogen hatte.
Für Hinweise, die zur Ermittlung der Tatverdächtigen und zur Aufklärung der Tat führen, hat der Polizeipräsident in Berlin eine Belohnung in Höhe von bis zu 1.000 Euro ausgelobt.
Wie berichtet, hielt sich die Zwölfjährige am 21. Juli 2010 gegen 12 Uhr 45 allein in der elterlichen Wohnung auf, als Unbekannte die Wohnungstür im zweiten Stock des Mietshauses in der Nürnberger Straße 43 aufhebelten. Die Kleine sprang in den Innenhof und erlitt dabei schwerste Verletzungen.
Nach dem bisherigen Ermittlungsstand handelt es sich um mindestens zwei Täter, wobei auch eine Frau dabei gewesen sein könnte.
Die Fragen der Polizei:
. Wer hat zur Tatzeit verdächtige Personen im Bereich des Tatortes und des U-Bahnhofs Augsburger Straße beobachtet?
. Wer hat am Tag des Wohnungseinbruchs oder in den Tagen zuvor fremde Personen in den Hausfluren des Tatortes oder in den Nachbarhäusern gesehen?
. Wer kann weitere sachdienliche Angaben machen?
Zeugen werden gebeten, sich an das Einbruchskommissariat der Polizeidirektion 2 in der Charlottenburger Chaussee 75 in Spandau unter der Rufnummer (030) 4664 - 271 010 oder an eine andere Polizeidienststelle zu wenden.
Sa., 24.07.2010
Häftling im Haftkrankenhaus Plötzensee verstorben Am 25. Mai 2010 verstarb im Haftkrankenhaus Plötzensee der Häftling Ralf Sch. Der knapp 40 Jahre alte Mann wurde in den frühen Morgenstunden tot in seinem Bett aufgefunden. Hinweise auf ein Fremdverschulden oder einen Suizid lagen zunächst nicht vor und konnten auch durch eine spätere Obduktion nicht bestätigt werden.
Indessen konnte bislang der Verdacht nicht entkräftet werden, nach dem der Patient Opfer einer falschen Medikamentierung geworden sei. Eine diesbezügliche Anfrage bei der Senatsverwaltung für Justiz am 24. Juni 2010 ergab, dass der Patient 'friedlich eingeschlafen' in seinem Bett lag. Pressesprecherin Corinna Hartmann erklärte darüber hinaus: "Ralf Sch. war suchtkrank und auch psychisch krank." Eine obligatorische Obduktion sei beabsichtigt.
Auf wiederholte Nachfragen erklärte Pressesprecher Bernd Schodrowski am 29. Juni 2010, dass die Obduktion bereits erfolgt sei, die Ergebnisse jedoch noch ausstünden. Zu der Frage, inwieweit ein Mangel an qualifizierten Ärzten im Haftkrankenhaus Plötzensee die Lage für Mediziner und Patienten erschwere, erklärte Bernd Schodrowski: "Bei den im Haftkrankenhaus beschäftigten Medizinern handelt es sich um hochqualifizierte, 'approbierte' Ärzte."
Nach Informationen, die 'berlinkriminell.de' vorliegen, soll das Haftkrankenhaus hilfsweise mit Honorar-Ärzten arbeiten, weil qualifizierte Ärzte zu den gebotenen Gehältern und Konditionen kaum zu haben sind.
Die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchung zum Tod von Ralf Sch. stehen noch immer aus. (Das Ergebnis ist auch am 12.08.2010 noch immer offen.) b.k.
Do., 22.7.2010
Bundespolizei bittet um Mithilfe!! Unbekannte schlugen Reisenden nieder Bereits gestern Morgen um 00:15 Uhr wurde ein 29jähriger Berliner durch vier unbekannt gebliebene Täter in der Ringbahn (S41) verletzt. Die Männer gaben sich als Fahrkartenkontrolleure aus und schlugen ohne Vorwarnung auf ihr Opfer ein. Die mutmaßlichen Täter stiegen gegen 00:15 Uhr am S-Bahnhof Tempelhof in die S 41 in Richtung Westend zu und riefen "Fahrausweise bitte". Anschließend bedrängten sie den Geschädigten. Als dieser die Dienstausweise der vermeintlichen Kontrolleure verlangte, zog einer der Männer plötzlich einen Schlagring aus seiner Hosentasche und schlug damit auf den 29-Jährigen ein.
Er erlitt eine stark blutende Platzwunde im Gesicht. Am Bahnhof Südkreuz gelang es dem Berliner die S-Bahn zu verlassen und über den Notruf die Polizei zu verständigen. Die Täter fuhren unerkannt mit der S-Bahn weiter. Der Geschädigte kollabierte wenig später bei der Sachverhaltsaufnahme durch die Bundespolizei und musste mittels Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.
Die Bundespolizei bittet in diesem Zusammenhang um Mithilfe. Sachdienliche Hinweise von Zeugen nimmt die Bundespolizeiinspektion Berlin-Ostbahnhof unter der Rufnummer 030 / 297779 - 0 oder jeder andere Polizeidienststelle entgegen. Zudem kann auch die kostenlose Servicenummer der Bundespolizei (0800 / 6 888 000) genutzt werden.
Mi., 21.7.2010
Räuber überfällt Tankstelle - Mitarbeiter flüchten zur Polizeiwache - Täter mit Bild gesucht
Mit einem Bild sucht die Polizei nach einem noch unbekannten Räuber und erhofft sich Hinweise aus der Bevölkerung.
Der Gesuchte betrat am Montag, den 3. Mai 2010 gegen 6 Uhr 30 den Verkaufsraum einer Tankstelle in der Sonnenallee in Neukölln und täuschte zunächst den Kauf einer Packung Zigaretten vor. Als sich die 45-jährige Kassiererin zur Auslage umdrehte, zog der Unbekannte eine Pistole und bedrohte sie. Geistesgegenwärtig rannte die Frau zu ihrer Kollegin ins Büro. Gemeinsam mit der 51-Jährigen lief sie anschließend in die Wache des benachbarten Polizeiabschnitts 54 und schilderte den Vorfall.
Sofort eilten die Beamten zur Tankstelle und stellten fest, dass der Täter den Geschäftsraum bereits ohne Beute verlassen hatte. Ein Passant gab ihnen die Fluchtrichtung des Räubers an. Die Absuche der Umgebung blieb jedoch erfolglos. Die beiden Frauen wurden bei dem Überfall nicht verletzt.
Von einer Überwachungskamera wurde der Täter aufgezeichnet.
Die Kriminalpolizei fragt:
* Wer kennt den abgebildeten Mann?
* Wer kann Angaben zu dessen Identität und zu seinem Aufenthaltsort machen?
* Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise geben?
Personen, die auf die gestellten Fragen Antworten geben können, werden gebeten, sich beim ermittelnden Raubkommissariat der Polizeidirektion 5 in der Friesenstraße 16 in Kreuzberg unter der Rufnummer (030) 4664 - 573 100 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
Fr., 16.7.2010
Hochschwangere Frau mit Schlägen gedroht - Täter mit Bild gesucht
Mit dem Bild aus einem Fotohandy sucht die Polizei nach einem Mann, der einer hochschwangeren Frau am 30. März 2010 in Mitte mit Schlägen gedroht hat.
Die damals 23-Jährige hatte gegen 20 Uhr 15 einen Asia- Imbiss in der Brückenstraße besucht und war auf dem Weg nach draußen zu den Stehtischen von dem Unbekannten bedroht worden. Er forderte sehr aggressiv die Herausgabe ihrer Zigarettenschachtel und untermauerte seine Forderung mit der Drohung, ihr in den Bauch schlagen zu wollen.
Da die Frau ihren kleinen Sohn an einer Hand hatte und in der anderen Zigaretten, Schlüssel und Handy, nahm der Mann ihr einfach die Zigaretten weg und ging in den Imbiss. Dort fotografierte ihn eine Zeugin des Vorfalls mit einem Fotohandy.
Die Polizei fragt:
- Wer kennt den abgebildeten Mann?
- Wer kann Angaben zu seinem derzeitigen Aufenthaltsort machen?
Hinweise nehmen die Kriminalpolizei der Direktion 3 in der Perleberger Straße 61a in Berlin- Moabit unter der Telefonnummer (030) 4664- 373 118 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Do., 15.7.2010
Überfall auf Spielhalle - Täter und Zeuge mit Bildern gesucht Tatzeit 14. April 2010; Tatort Kaiser-Friedrich-Straße in Charlottenburg-Wilmersdorf Mit der Veröffentlichung von Bildern und einem Video aus einer Überwachungskamera erhofft sich die Polizei Hinweise zu einem bisher unbekannten Täter einer räuberischen Erpressung auf eine Spielhalle sowie einem Zeugen der Tat.
Wie gemeldet, betrat am 14.04.2010 ein bisher unbekannter Mann gegen 1 Uhr eine Spielhalle in der Kaiser-Friedrich-Straße in Charlottenburg, begab sich zielgerichtet zu dem anwesenden Mitarbeiter und forderte unter Vorhalten eines Messers die Herausgabe von Bargeld. Nachdem er dieses bekommen hatte, flüchtete er in unbekannte Richtung. Beim Verlassen der Spielhalle lief er an einem Mann mit Bart vorbei, der nun als Zeuge in Frage kommt.
Täterbeschreibung:
- männlich
- ca. 28 Jahre alt
- 170 - 175 cm groß
- kurze dunkle Haare, trug ein dunkles Basecap auf dem Kopf
- bekleidet mit dunkler Stoffjacke und dunklem T-Shirt
- sprach gut Deutsch
Bei dem abgebildeten Mann mit Oberlippenbart handelt es sich um einen wichtigen Zeugen, der hiermit gebeten wird, sich bei der Polizei zu melden.
Außerdem bittet die Polizei weitere Zeugen, die Hinweise zu dem Täter, seinem Aufenthaltsort oder der Tat geben können, sich bei der Kriminalpolizei der Direktion 2, Charlottenburger Chaussee 75 in 13597 Berlin unter den Telefonnummern (030) 4664 - 273127 oder 4664 - 271010 zu melden. Selbstverständlich nimmt auch jede andere Polizeidienststelle Hinweise entgegen.
Mo., 12.7.2010
Verurteilter Straftäter gesucht
Die Polizei fahndet nach dem von der Staatsanwaltschaft zur Strafvollsteckung gesuchten Sascha Marcel Holzhausen(35). Der 35-Jährige war 2007 wegen Rauschgifthandels zu zwei Jahren und 2005 wegen schweren Diebstahls zu zehn Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden, hat aber die Haft noch nicht angetreten und ist unbekannten Aufenthalts. Neben der Veröffentlichung eines Bildes werden Fahndungsplakate im Bereich Spandau ausgehängt, wo er sich zuletzt überwiegend aufgehalten haben soll.
Der Gesuchte ist 1 Meter 76 groß und schlank, hat dunkelbraune, kurze Haare und folgende Tätowierungen: Rechte Brust einen Engel, linke Brust ein Ornament, am Bauch einen Drachen, am rechten Oberarm ein Ornament und am rechten Handrücken die Zahlen „666“.
Hinweise zum Aufenthalt der Person oder von Kontaktpersonen nimmt das LKA 734, Intensivfahndung, unter der Rufnummer (030) 4664 – 978408 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Dreifaches Tötungsdelikt in Britz
Wie bereits berichtet fanden Nachbarn am vergangenen Freitag in einer Wohnung eines Wohnhauses im Bruno-Taut-Ring in Britz die Leichen des 61-jährigen Wohnungsinhabers Jürgen SCHULZ und des wohnungslosen 50-jährigen Fritz PAPIEST und alarmierten die Polizei.
Die Obduktion der beiden Toten ergab, dass sie Opfer eines Gewaltverbrechens wurden. Die Tat fand nach bisherigen Ermittlungen in den Abendstunden des 08.Juli 2010 statt. Todesursächlich waren in beiden Fällen massive Gewalteinwirkung gegen Kopf und Oberkörper.
Genauere Auskünfte zum Tathergang und Verletzungen der Opfer können im Hinblick auf die derzeitigen Ermittlungen nicht gemacht werden.
Im Rahmen der Ermittlungen im Umfeld stellten die Beamten am gestrigen Tage an einer Wohnungstür im Nachbarhaus des Bruno-Taut-Ringes Verwesungsgeruch fest. Nach der anschließenden Türöffnung fanden sie den Leichnam des 35-jährigen Wohnungsinhabers Maik Seehaus. Die Obduktion des Toten ergab, dass auch er Opfer eines Tötungsdeliktes wurde. Er wies ein ähnliches Verletzungsbild wie die beiden anderen Opfer auf. Die Tatzeit dürfte hier ungefähr drei Wochen zurückliegen.
Die Begehungsart und die Gesamtumstände lassen darauf schließen, dass beide Taten zusammenhängen.
Alle drei Opfer waren alkoholkrank, kannten sich gegenseitig und verkehrten im Alkoholikermilieu.
Die Polizei fahndet nach einem Tatverdächtigen im Alter von etwa 20 - 30 Jahren von schlanker Gestalt und einer Körpergröße von etwa 175 cm.
Dieser muss sich bei der Tat am 8.Juli eine blutende Wunde an einer Hand zugefügt haben. Zeugen beobachteten eine entsprechende Person mit blutverschmierter Bekleidung in Tatortnähe.
Die Kriminalpolizei fragt:
Wer kennt die Opfer und kann Angaben zu ihren Lebensgewohnheiten machen?
Wer hat am Abend des 8.Juli 2010 verdächtige Wahrnehmungen im Bereich des Bruno-Taut-Rings gemacht?
Wer kennt einen Mann im beschriebenen Alter, der nach dem 08.Juli 2010 eine Handverletzung hatte?
Hinweise nimmt die 5. Mordkommission (Tel.: 4664 - 911 502) oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Jürgen Schulz. - Wie bereits berichtet fanden Nachbarn am vergangenen Freitag in einer Wohnung eines Wohnhauses im Bruno-Taut-Ring in Britz die Leichen des 61-jährigen Wohnungsinhabers Jürgen SCHULZ und des wohnungslosen 50-jährigen Fritz PAPIEST und alarmierten die Polizei.
Fritz Papiest. - Die Obduktion der beiden Toten ergab, dass sie Opfer eines Gewaltverbrechens wurden. Die Tat fand nach bisherigen Ermittlungen in den Abendstunden des 8. Juli 2010 statt. Todesursächlich waren in beiden Fällen massive Gewalteinwirkung gegen Kopf und Oberkörper. Genauere Auskünfte zum Tathergang und Verletzungen der Opfer können im Hinblick auf die derzeitigen Ermittlungen nicht gemacht werden.
Maik Seehaus. - Im Rahmen der Ermittlungen im Umfeld stellten die Beamten am gestrigen Tage an einer Wohnungstür im Nachbarhaus des Bruno-Taut-Ringes Verwesungsgeruch fest. Nach der anschließenden Türöffnung fanden sie den Leichnam des 35-jährigen Wohnungsinhabers Maik Seehaus. Die Obduktion des Toten ergab, dass auch er Opfer eines Tötungsdeliktes wurde. Er wies ein ähnliches Verletzungsbild auf wie die beiden anderen Opfer auf. Die Tatzeit dürfte hier ungefähr drei Wochen zurückliegen.
Die Begehungsart und die Gesamtumstände lassen darauf schließen, dass beide Tatenzusammenhängen. Alle drei Opfer waren alkoholkrank, kannten sich gegenseitig und verkehrten im Alkoholikermilieu.
Die Polizei fahndet nach einem Tatverdächtigen im Alter von etwa 20 – 30 Jahren von schlanker Gestalt und einer Körpergröße von etwa 175 cm.
Dieser muss sich bei der Tat am 8.Juli eine blutende Wunde an einer Hand zugefügt haben. Zeugen beobachteten eine entsprechende Person mit blutverschmierter Bekleidung in Tatortnähe.
So., 08.7.2010
Versuchter Tankstellenraub - Tatverdächtiger mit Bild gesucht März 2010, gegen 5 Uhr 30 den Verkaufsraum einer "Shell"-Tankstelle am Charlottenburger Kaiserdamm 34 betreten und die Angestellte unter Vorhalt einer Schusswaffe gezwungen, Bargeld in eine mitgebrachte weiße Plastiktüte zu packen. Nachdem die Frau dem Täter erklärte kein Bargeld zu haben, begab sich der Räuber hinter den Tresen und vergewisserte sich selbst davon. Anschließend flüchtete er ohne Beute. Die Geschädigte blieb unverletzt.
männlich
20 - 25 Jahre
etwa 175 cm groß
südländische Erscheinung
Die Kriminalpolizei fragt:
Wer kann Angaben zu der abgebildeten Person machen?
Wer kann sonst sachdienliche Hinweise zu der beschriebenen Straftat bzw. der gesuchten Person machen?
Hinweise nehmen das Raubkommissariat der Polizeidirektion 2 in der Charlottenburger Chaussee 75 in 13597 Berlin unter der Telefonnummer (030) 4664 - 27 10 10 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
So., 04.7.2010
Mordkommission bittet um Mithilfe
Die 2. Mordkommission ermittelt seit gestern Nachmittag wegen Raubes mit Todesfolge zum Nachteil eines Rentners und bittet mit der Veröffentlichung eines Bildes um Hinweise. Der 64-jährige Jürgen Krost war nach jetzigem Ermittlungsstand in den Abendstunden des 1. Juli 2010 Opfer eines Raubes geworden. Infolge der Tat erlitt der Senior schwerste Kopfverletzungen, denen er gestern in einem Krankenhaus erlag.
Die Mordkommission fragt:
Wer hat am 1. Juli 2010 persönlich oder telefonisch Kontakt zu Jürgen Krost gehabt und weiß, wo er sich an diesem Tag aufgehalten hat?
Wer kann Angaben zum Freundes- und Bekanntenkreis des 64-Jährigen machen?
Wer kann sonst sachdienliche Hinweise zur Aufklärung der Tat geben?
Hinweise nimmt die 2. Mordkommission in der Keithstraße 30 Berlin-Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664 911 201 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Do., 1.7.2010
Sterbehilfe - Freispruch im "Fall Putz" Der Bundesgerichtshof hat einen Rechtsanwalt freigesprochen, der wegen versuchten Totschlags angeklagt war. Rechtsanwalt Wolfgang Putz hatte seiner Mandantin in einem akuten Entscheidungsfall im Dezember 2007 geraten, den Schlauch der Magensonde zu durchtrennen, mit dem deren schwer kranke Mutter zwangsernährt wurde...
Hintergrund dazu auf der Seite der DGHS* (zum Urteil des Fuldaer Landgerichts, Interview mit Rechtsanwalt Wolfgang Putz)
13-jährige Freitalerin vermisst -Simonette Caloki Ort: Freital, Feldstraße Zeit: 25.05.2010, gg. 12.00 Uhr Seit Freitag, den 25.06.2010 wird die 13-jährige Simonetta Cakoli aus Freital-Kleinnaundorf vermisst. Das Mädchen kam an diesem Tag aus der Schule nach Hause und hat von 12.00 Uhr bis 13.30 Uhr die elterliche Wohnung mit unbekanntem Ziel verlassen.
In den Wochen zuvor trat das Mädchen zunehmend aggressiv in ihrer Familie auf. Letztmalig bestand am Abend des 28.06.2010 telefonischer Kontakt zu Simonetta. Zu diesem Zeitpunkt hielt sie sich in Berlin auf, wo sie die Polizei auch mehrfach ortete. Für ihr Verschwinden gibt sie persönliche Gründe an.
Die Minderjährige ist ca. 160 cm groß, hat braune Augen und schwarze Haare. Sie ist schlank, spricht sehr laut und schnell deutsch mit Akzent, außerdem fließend albanisch. Die Vermisste führt eine große schwarze Sporttasche und eine graue Handtasche mit braunen Applikationen mit sich.
Wer hat Simonetta Cakoli gesehen oder kann Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen? Hinweise nimmt die Polizeidirektion Oberes Elbtal - Osterzgebirge unter 0351 - 6524100 entgegen.
Mi., 16.6.2010
Mutmaßlicher Auftraggeber eines Mordes mit Revision erfolgreich
BGH kritisiert Under-Cover-Methoden des LKA
Ein 58-jähriger Gefangener der JVA Tegel, der im Februar 2006 wegen eines gegen seine Frau in Auftrag gegebenen Mordes zu fünf Jahren Haft rechtskräftig verurteilt wurde (info...) und wegen eines mutmaßlich weiteren Versuchs dieser Art aus der Haft heraus drei Jahre später noch einmal einen 'Nachschlag' von sieben Jahren erhielt (info...), war im Mai 2010 mit seinem Revisionsantrag beim Bundesgerichtshof erfolgreich.
Gerd W. (57), so hieß es in der Anklage des Verfahrens vom vergangenen Jahr, soll den Schwerkriminellen Helmut B. (siehe Mordfall Nicole B.) beauftragt haben, seine Frau Renate 'wegzumachen'. Doch Helmut B. ließ sich, wie er im Februar 2009 aussagte, nur zum Schein auf dieses Geschäft ein und kooperierte mit der Kripo.
Diese stellte dem Leiter einer Männerpension und jetzt in der JVA Tegel Einsitzenden eine Falle. Sie schickte ihm einen als Bandido-Rocker gestylten Polizeibeamten in den Knast, der ihm als von Helmut B. in Bewegung gesetzten Mörder namens 'Micha' Verfängliches entlocken sollte. Der live Verkabelte, so befand der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 18. Mai 2010, überschritt damit auf's Gröbste seine Kompetenzen (das BGH-Urteil als PDF-Datei, 117,7 kb).
Das Verfahren wird in Kürze erneut von einer Berliner Schwurgerichtskammer verhandelt. c.r.
Mo., 22.3.2010, 29. gr.SK
Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für mutmaßlichen Schöneberger 'Axt-Mörder'
Im Verfahren gegen einen 29-jährigen Studenten, der Ende August vergangenen Jahres einen Obdachlosen in seiner Schöneberger Wohnung mit einer Axt erschlug, sind die Plädoyers gehalten. (berlinkriminell.de berichtete) Die Staatsanwaltschaft hielt es für erwiesen, dass der an der Humboldt-Universität Linguistik studierende junge Mann den Mord planhaft beging und beantragte eine lebenslange Freiheitsstrafe. Nach Ansicht des Staatsanwaltes hat Mike Z. den Mord nach dem Muster eines mit einem Mitstudenten geführten früheren Gespräches begangen, in dem es um einen 'perfekten Mord' ging.
Die Verteidigung hielt in ihrem Vortrag dagegen, dass der Angeklagte sich gestellt, gestanden und die Tat in 'unbändiger Wut' unter erheblichem Alkoholeinfluss begangen habe. Der erhebliche Alkoholeinfluss ließe sich zwar nicht nachweisen aber auch nicht mit der erforderlichen Sicherheit ausschließen. Der unter Alkoholeinfluss cholerisch veranlagte Mike Z. sei im Streit um angeblich vom Opfer entwendetes Wechselgeld wütend auf diesen losgegangen.
Die Verteidigung forderte eine Verurteilung wegen Todschlags im minder schweren Fall. Unter Berücksichtigung des vorliegenden Strafrahmens könnte danach unter dem Strich eine Verurteilung von ein bis vier Jahren herauskommen.
Die Strafkammer hatte im vorab dem Angeklagten den rechtlichen Hinweis erteilt, dass auch eine Verurteilung wegen Totschlags in Frage käme. Der Angeklagte, der sich durch Schweigen verteidigte und scheinbar emotionsfrei dem gesamten Verfahren folgte, ließ in seinem letzten Wort wissen: "Ich schließe mich den Ausführungen meines Rechtsanwaltes an" c.r. (zum Urteil vom 24.3.2010)
Mi., 17.3.2010, 29. gr.SK
sog. 'Axtmord', Schöneberg:
Wegen Mordes angeklagter Student vermindert schuldfähig
Im Prozess gegen einen 28-jährigen Studenten (berlinkriminell.de berichtete), der im Herbst vergangenen Jahres einen obdachlosen Mann mit der Axt erschlug, zeichnet sich das Ende des Verfahrens ab. Der gelernte Maler und Lingustikstudent ist soweit geständig, bestreitet jedoch, die Tötung als 'perfekten Mord' geplant und ausgeführt zu haben. Mario Z. erklärte, er tötete seinen Gast betrunken und wütend nach einem Streit und zerstückelte ihn abschließend aus Verdeckungsabsicht.
Am heutigen Prozesstag wurden unter anderem die Sachverständigen Professor Dr. Hans-Ludwig Kröber (59), Direktor des Instituts für Forensische Psychiatrie der FU, und Professor Dr. Michael Tsokos (43), Leiter der Rechtsmedizin der Charité, gehört.
Letzterer hatte zu Beginn der Obduktion des im September Getöteten beigewohnt. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Spurensicherung hielt es der erfahrene Rechtsmediziner für möglich, dass das Opfer auf dem Rücken liegend versucht hatte, den Kopf unter Vorhalten der Händen vor den Axthieben des Mario Z. zu schützen. Dadurch, so der Forensiker, soll es zu Verletzungen und Abtrennungen von Fingergliedern gekommen sein. Die Staatsanwaltschaft behauptete dagegen, Mario Z. habe, um die Identität des Opfers zu verschleiern, Teile der Finger vorsätzlich entfernt.
Bei dem Vortrag des psychiatrischen Sachverständigen Professor Dr. Kröber ging es vor allem um die Schuldfähigkeit des Angeklagten. Professor Kröber hatte sich mit Mario Z., der sich kooperativ zeigte, in fünf Sitzungen befasst. Professor Kröber charakterisierte seinen Probanden als intelligent, 'wohl vorbereitet', präsent, auskunftsbereit, konzentriert, jedoch vollkommen kontrolliert und distanziert.
Der Sachverständige befand den Angeklagten in allen, bis auf einen Punkten für schuldfähig. Mario Z. hatte angegeben, die Tat im Rausch begangen zu haben. Dass dem so sei, konnte Professor Dr. Kröber nicht mit Gewissheit ausschließen. Es sei möglich, so der Experte, dass Mario Z. bei einem Alkoholisierungsgrad von 1 - 2,6 Promille vermindert schuldfähig handelte.
Einen, wie von dem Angeklagten mehrfach behaupteten, 'Filmriss' jedoch sprach der Sachverständige Mario Z. ab. "Es bleibt vieles offen, vieles fragwürdig. Man würde gern mehr über die Nacht wissen", sagte Professor Kröber, dem sich weder erschloss, warum Mario Z. auf seiner Heimfahrt am Bahnhof Zoo ausstieg, noch, warum der mehrfach als arrogant, überheblich und distanziert geschilderte Angeklagte einen Mann, der seiner Überzeugung nach gesellschaftlich unakzeptabel war, mit sich nach Hause nahm.
Es könnte sein, so der Sachverständige, dass Mario Z. wie in der Anklage behauptet, die Tötung in der behaupteten zynischen Absicht geplant habe, dass ihm dann aber alles über den Kopf wuchs. Dazu gäbe es jedoch, erklärte Professor Kröber, 'nicht genügend Material'.
Die Schwurgerichtskammer beabsichtigt, am 22.03.2010 die Beweisaufnahme zu schließen und mit den Plädoyers zu beginnen. An diesem Tag könnte bereits mit einem Urteil gerechnet werden. c.r. (zum Urteil vom 24.3.2010)
Mo., 09.3.2010, 29. gr.SK
Prozess gegen den sogenannten Schöneberger 'Axtmörder'
Heute begann vor der 29. großen Strafkammer des Berliner Landgerichts der Prozess gegen Mario Z. Der 28-jährige Reinickendorfer soll am 30. September 2009 einen obdachlosen Mann planhaft getötet haben. Dem Lingustik-Studenten wird vorgeworfen, im Herbst vergangen Jahres einen 42-jährigen, gelernten Maurer, der am nächsten Tag in Treuenbrietzen eine Entziehungskur antreten wollte, zunächst auf eine Sauftour eingeladen und dann in den frühen Morgenstunden in seiner Schöneberger Wohnung mit Axtschlägen auf den Schädel und anschließenden Messerstichen gegen den Rumpf umgebracht zu haben, um einmal einen 'perfekten Mord' zu begehen.
Anschließend soll der junge Mann den Leichnam zerstückelt, Teile in seiner Tiefkühltruhe aufbewahrt, den Rumpf und den Schädel des Getöteten auf einem Bahngelände in Plastiktüten abgelegt, beziehungsweise vergraben und die blutigen Kleidungsstücke in seinem Keller aufbewahrt haben.
Zwei Tage später vertraute sich Mario Z., der bereits wegen schwerer räuberischer Erpressung vorbestraft sein soll, seinem Bewährungshelfer an, der ihn daraufhin veranlasste sich zu stellen. Der Angeklagte zeigte sich bei der Auffindung der Leiche kooperativ, bestreitet jedoch die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, die Tat nach Plan begangen zu haben.
Mario Z. erklärt, betrunken gewesen zu sein und sich mit dem Obdachlosen, mit dem er herumgezogen sei und den er in seine Wohnung einlud, um einen geringfügigen Betrag Wechselgeld gestritten zu haben. Dabei will Mario Z. von Alkohol benebelt in blinde Wut geraten und als er wieder zur Besinnung kam, seinen Trinkbruder tot vorgefunden haben.
Am nächsten Prozesstag, dem 10. März 2009, der um 9:00 mit weiteren Zeugenaussagen beginnt, wird auch ein Sachverständiger der Gerichtsmedizin gehört. Am nächsten Montag soll neben der damaligen Partnerin des Angeklagten auch ein Zeuge aussagen, dem Mario Z. seinen Plan von einem 'perfekten Mord' vorgestellt haben soll.
Urteil im Verfahren gegen einen Schönheitschirurg...
Im Verfahren gegen einen Schönheitschirurgen, der bei der Bauchkorrektur einer Patientin in seiner Privatpraxis im März 2006 durch einen Kunstfehler deren Tod verursacht haben soll, erging heute das Urteil. Nach einer Verfahrensdauer von über einem Jahr verurteilte eine Berliner Strafkammer den 60-jährigen Arzt wegen Körperverletzung mit Todesfolge in Tateinheit mit versuchtem Totschlag zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte Reinhard Sch. seine 49-jährige Patientin entgegen den üblichen Standards bei einer vierstündigen Operation ohne Anästhesisten operierte. Als es zu Komplikationen und zu einem Herz-Kreislaufstillstand der Patientin kam, hätte er die Frau zwar reanimiert, aber erst sieben Stunden später dem Krankenhaus und einer intensivmedizinischen Betreuung überantwortet.
Dabei soll der Angeklagte, der später auch versuchte, eine Zeugin zu beeinflussen, gegenüber dem Mann der Patientin sowie gegenüber dem Krankenhauspersonal den Zustand der Frau heruntergespielt haben. Sie verstarb zwölf Tage später an den Folgen der fehlerhaften Behandlung.Info...
Sa., 16.1.2010
Alle gegen 27... Ausnahmsweise: Petition gegen die irrsinnige Wolfshatz in Schweden.... Januar 2010: 12.000 Jäger gegen 27 geschützte Wölfe.. klick hier...
Fr., 15.1.2010
Nach Sparkassenüberfall sucht die Polizei mit Bildern nach dem Täter!
Potsdam-Mittelmark. Nach dem Überfall auf die Sparkasse im Michendorfer Ortsteil Wilhemshorst am 9. November 2009 sucht die Polizei mit Bildern nach dem unbekannten Täter.
Wie damals berichtet (siehe Pressemeldung des Schutzbereiches Brandenburg vom 09.11.2009, Nr. 2929), betrat kurz vor 14 Uhr ein Mann die Sparkasse und forderte von der Kassiererin unter Vorhalt eines pistolenartigen Gegenstandes die Herausgabe von Bargeld. Nachdem er dieses erhielt, verstaute er das Geld in einer selbst mitgeführten blauen Collegemappe, verließ die Bankfiliale und rannte in Richtung Bahnübergang.
Intensive Ermittlungen ergaben, dass der Täter bei seiner Flucht in Richtung Bahnschranken lief, dabei die Peter-Huchel-Chaussee überquerte und über einen Trampelpfad weiter in Richtung Michendorfer Platz geflüchtet sein muss. Auf dem Trampelpfad ließ der Täter die Collegemappe mit der Beute offenbar fallen, vermutlich weil an dem Bargeld eine sogenannte Farbbombe angebracht war, die explodierte.
Wie bereits bekanntgegeben, soll kurz nach der Tat ein schwarzer Pkw Mercedes Kombi (neueres Modell der C oder E-Klasse) von dem Michendorfer Platz in Richtung Peter-Huchel-Chaussee mit hoher Geschwindigkeit gefahren sein. Das Fahrzeug könnte im Zusammenhang mit dem Überfall stehen.
Laut aktuellem Ermittlungsstand soll der Mann zirka 1,60 bis 1,70 m groß, zirka 45 bis 60 Jahre alt und schlank gewesen sein. Er soll graumeliertes Haar einen Bart und eine Sonnenbrille getragen haben. Nach Angaben der Kassiererin sprach der Mann Deutsch im ortsüblichen Dialekt.
Bei zwei weiteren Überfällen am späten Nachmittag des 27. Oktober 2009 in Teltow (siehe Pressemeldung des Schutzbereiches Potsdam vom 28.10.2009, Nr. 1832) und am 16.11.2009 gegen 10.30 Uhr in Berlin Steglitz (Schloßstraße), ging ein unbekannter Täter in ähnlicher Weise vor und erbeutete Bargeld. Aufgrund der Täterbeschreibung und weiterer Videoaufzeichnungen ist nicht auszuschließen, dass es sich bei beiden Taten um denselben Täter handelte.
Die Ermittlungen werden durch das Kriminalkommissariat Schwere Kriminalität des Schutzbereiches Potsdam geführt.
Hinweise bitte an das Polizeipräsidium Potsdam
Henning-von-Tresckow-Straße 9-13
14467 Potsdam
Tel. 0331-5508-3403
Fax. 0331-5508-3409
per Email oder außerhalb der Bürodienstzeiten an das Bürgertelefon unter der Rufnummer 0700-333 303 31
Do., 14.1.2010
75 Kilogramm Heroin.
Seit dem 3. Dezember 2009 müssen sich drei Männer wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Die Angeklagten sollen als Bande mutmaßlich nachweisbar innerhalb eines Jahres Heroin und Streckmittel nach Berlin transferiert und verkauft haben.
Angeklagt ist unter anderem eine Fahrt im Dezember 2008, bei der Heroin von der Türkei nach Berlin transferiert werden sollte. Laut Anklage bauten die Angeklagten die betreffenden Drogen in einen Jeep in Istanbul ein, von wo eine polnisch gebürtige Kurierin das Fahrzeug nach Berlin verbringen sollte.
Durch die Einschleusung eines V-Mannes flog das kriminelle Vorhaben, das dem Initiator 150.000,- € einbringen sollte, auf. Die bislang unbescholtene Kurierin wurde an der bulgarischen Grenze verhaftet und in Bulgarien in einem abenteuerlich anmutenden Procedere zu einer Haftstrafe von neun Jahren verurteilt.
Der Prozess gegen die türkisch gebürtigen Angeklagten, die europaweit über hervorragende, einschlägige Kontakte verfügten, wird am 19. 1. 10 neun Uhr im Saal 606 fortgesetz. (weitere Termine bitte dem aktuellen Wochenplan entnehmen. | Stand 16.9.2010)
Mi., 6.1.2010, 40. gr. SK
Auslieferung des mutmaßlichen Sodenkamp-Mörders in Sicht
Der Prozess gegen einen Berliner Bauunternehmer und dessen Bauleiter, die angeklagt sind, Ende 2008 den Mord gegen einen missliebigen und potentiellen Konkurrenten in Auftrag gegeben zu haben, hat in den letzten Terminen nichts Überraschendes zu Tage gebracht. Das Verfahren, das durch die Anträge der Verteidigung am Laufen gehalten wird, ist jetzt bis zum 3. März 2010 terminiert.
Die Auslieferung des in Indien in Haft sitzenden, mutmaßlichen Mörders ist laut Staatsanwaltschaft für den 15. Januar 2010 geplant. Mit dem Häftling sollen dann auch routinemäßig weitere Beweismittel durch die indischen Behörden übersandt werden, deren Auswertung die Verteidigung der angeklagten Bauunternehmer seit längerem anmahnt.
Das Verfahren wird am 15. Januar 2010, 10:00 in Saal 704 fortgesetzt. (Weitere Termine: 2., 5., 9., 16., 19., 23., 26. Februar, 2. März 2010.) Beiträge zum Verfahren...
NJW schreibt: "Es gibt noch qualifizierte Gerichtsreporter..."
NJW-aktuell - web.report H. 38/2010, S.3